Schweißdrüsen Überfunktion

Hyperhidriosis

Bei einer Schweißdrüsenüberfunktion, auch Hyperhidriosis genannt, kommt es zum übermäßigen Schwitzen an verschiedenen Stellen des Körpers, wie den Achselhöhlen, Händen, Füßen, am Kopf, Hals, Rumpf und den Oberschenkelinnenseiten.

Schweißdrüsen Überfunktion

Das übermäßige Schwitzen an den verschiedenen Stellen des Körpers wie den Achselhöhlen, Händen, Füßen, am Kopf, Hals, Rumpf und den Oberschenkelinnenseiten stellt für viele der betroffenen Personen eine starke psychische Belastung dar. Diese beeinträchtigt die Patienten teilweise auch in der Ausübung ihres Berufes.

Eine Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) lässt sich je nach Art und Ursache durch verschiedene Methoden behandeln. Zunächst sollten jedoch konservative Maßnahmen, wie spezielle Deodorants zur Verminderung der Schweißproduktion, in Betracht gezogen werden.

Zeigt dies nicht das gewünschte Resultat, bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, die Hyperhidrose zu behandeln. Zwei Maßnahmen eigenen sich besonders gut:

  • Botuliniumtoxin A Unterspritzung oder
  • Schweißdrüsenabsaugung mit Kürettage

Schweißdrüsenbehandlung mit Botulinumtoxin A (Botox®)

Botulinumtoxin Typ A (Botox®) ist ein sehr gut erforschtes Protein, das seit langem in verschiedenen neurologischen Therapiefeldern eingesetzt wird. Seit Mitte der neunziger Jahre wird es zudem sehr erfolgreich zur Behandlung mimisch bedingter Falten eingesetzt.

Botulinumtoxin A hemmt vorübergehend die Überleitung der Impulse vom Nerv zu den Muskeln. Klinische Studien haben gezeigt, dass die Schweißproduktion durch eine Unterspritzung mit Botulinumtoxin A innerhalb weniger Tage erheblich reduziert und somit eine verbesserte Lebensqualität erzielt werden kann.

  • Botulinumtoxin A wird in einer sehr geringen Menge mittels einer sehr dünnen Nadel in die Haut gespritzt.
  • Anhängig von der Dosierung wird die Schweißproduktion für einen bestimmten Zeitraum blockiert oder eingeschränkt
  • Dieser Effekt ist temporär da Botulinumtoxin A vom Körper mit der Zeit auf natürliche Weise abgebaut wird. Die Behandlung muss somit in bestimmten Zeitintervallen wiederholt werden.
  • Die Wirkung sollte 6-9 Monaten andauern und nimmt gleichmäßig ab
  • Die Dauer der Wirkung ist abhängig von den Lebensgewohnheiten des Patienten. So kann eine erhöhte sportliche Aktivität den Abbau beschleunigen, da sie den Stoffwechsel anregt.

Risiken einer Botulinumtoxin A Behandlung

Seit Beginn der Behandlung mit diesem Wirkstoff im Jahr 1996 sind in unserer Praxisklinik keine langfristigen, unerwünschten Nebenwirkungen von Botulinumtoxin A aufgetreten. Sehr selten kann es zu einer Antikörperbildung kommen, wodurch die gewünschte Wirkung ausbleibt.

Allerdings darf Botulinumtoxin A nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Auch ist nicht bekannt, ob Botulinumtoxin A in die Muttermilch übergeht, deshalb ist während der Stillzeit diese Behandlung nicht zu empfehlen und es sollte davon abgesehen werden.

Verhaltensmaßnahmen nach einer Botulinumtoxin A Behandlung

  • Mit einem Wirkungseintritt ist meistens ab dem zweiten Tag zu rechnen, nach 10 Tagen ist die erwünschte Wirkung erzielt.
  • Sie können sofort nach der Behandlung Ihren Alltagsgewohnheiten bzw. Ihrer Arbeit nachgehen
  • Körperpflege wie Duschen, Waschen, Make-up, Feuchtigkeitscreme sind ohne Einschränkungen möglich.
  • Auf Sauna, UV-Bestrahlung, schwere körperliche Arbeit und Sport sollten Sie 1 Woche verzichten.

Kosten

Die Kosten der Behandlung werden nach zeitlichem Aufwand, der Menge des verwendeten Botulinumtoxins A und einer evtl. Kombination mit anderen Eingriffen berechnet.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen dürfen an dieser Stelle keine Kostenangaben veröffentlicht werden. Verbindliche Kostenaussagen sind aber auch erst nach einer persönlichen Beratung möglich.

Schweißdrüsenbehandlung durch Schweißdrüsenabsaugung mit Kürettage

Als operative Behandlungsmethoden haben sich die Exzision - das chirurgische Entfernen oder zunehmend das Absaugen der Schweißdrüsen mit Kürettage/Ausschabung bewährt.

Diesen Eingriff führen wir in Lokalanästhesie in Kombination mit einer Analgosedierung/ Dämmerschlaf ambulant durch.

Der Erfolg der Behandlung hängt von der Menge der absaugbaren Schweißdrüsen ab. In aller Regel ist jedoch mit einer dauerhaften Minderung der Schweißproduktion im Achselbereich zu rechnen.

Risiken

Nach Unterspritzung einer Tumeszenzlösung werden die Schweißdrüsen unter der Haut abgesaugt und zusätzlich mit einem speziellen, relativ scharfen Instrumentarium curretiert. Hierbei können vermehrte Blutergüsse auftreten, die über längere Zeit Verhärtungen und Verklebungen verursachen können.

Kosten

Die Kosten der Behandlung werden nach zeitlichem Aufwand, der Narkoseform und einer evtl. Kombination mit anderen Eingriffen berechnet. Zudem sind die Kosten davon abhängig, ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgt.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen dürfen an dieser Stelle keine Kostenangaben veröffentlicht werden. Verbindliche Kostenaussagen sind aber auch erst nach einer persönlichen Beratung möglich. Gerne beantworten wir erste Fragen via eMail oder telefonisch.

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Vorher-Nachher Bilder

Der deutsche Gesetzgeber hat zum 01.04.2006 die Gesetzeslage geändert. Durch diese Gesetzesänderung fallen plastisch ästhetische Behandlungen unter das Heilmittelwerbegesetz (HWG). Dies bedeutet, dass nach § 11 Nr. 5 b) HWG eine bildliche und vergleichende Darstellung des Körperzustandes oder des Aussehens vor und nach der Anwendung außerhalb der eigenen Praxisräume untersagt ist. Es ist uns jedoch rechtlich möglich, Ihnen im Zuge eines persönlichen Beratungsgesprächs zu Informationszwecken Vorher-Nachher-Bilder zu zeigen.