Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin A, Botox®

Botulinumtoxin Typ A (Botox®) ist ein sehr gut erforschtes Protein, das seit langem in verschiedenen neurologischen Therapiefeldern eingesetzt wird. Seit Mitte der neunziger Jahre wird es zudem sehr erfolgreich zur Behandlung mimisch bedingter Falten eingesetzt.

Botulinumtoxin A hemmt vorübergehend die Überleitung der Impulse vom Nerv zu den Muskeln. Es wird in die an der Faltenbildung beteiligten Muskeln injiziert und bewirkt dort lokal eine vorübergehende Entspannung der Muskeln und der Haut. Dadurch kommt es zu einer Rückbildung der Mimikfalten. Leichte bis mittelgradig ausgeprägte Falten bilden sich bei einer korrekt ausgeführten Botulinumtoxin A Behandlung in der Regel vollständig zurück.

Die Hemmung einer bestimmten Muskelgruppe kann gezielt genutzt werden, um eine gewünschte Erhöhung einer anderen Muskelgruppe herbeizuführen, Beispiele:

  • Wird das Herunterziehen der Augenbrauen gehemmt, steigert dies automatisch die Fähigkeit der Hebermuskeln. Augenbrauen werden angehoben und ermöglichen einen klaren Blick – Einschränkungen durch Schlupflider können hierdurch gemindert werden.
  • Entspannung der Ringmuskulatur am Auge führt zu offenen, großen Augen, so dass Falten an der Schläfe gemildert werden.
  • Dieser Wirkungsmechanismus gilt auch für das Heben der Mundwinkel, sowie für Falten an der Oberlippe.

Häufige Anwendungsbereiche von Botulinumtoxin A (Botox®)

Stirnfalten

Zornesfalten (Glabellafalten)

Stirnfalten

Krähenfüße

Unterlidfalten und hängende Augenbrauen

Bunny Lines (Nasenfältchen)

hängende Nasenspitze

Marionettenfalten (hängende Mundwinkel)

Mentolabialfalten (Kinnfalten)

Falten am Hals (Platysmabänder)

Dekolletee-Falten (Knitterfalten)

Periorale Falten (Plisseefältchen)

Masseterhypertrophie

Hier zu den Behandlungsarealen!

Botulinumtoxin A gegen Migräne

Unsere langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Migräne Patienten nach einer Botulinumtoxin A Behandlung in der Regel die Migräneanfälle durch die Entspannung der Muskeln nicht oder nicht so stark auftreten.

Grenzen der Botulinumtoxin-A-Anwendung

Botox® eignet sich sehr gut für die Behandlung von Mimikfalten. Es gibt jedoch Faltentypen, die nicht auf Muskelaktivitäten zurückgehen und bei denen eine Botox-Behandlung allein nicht effektiv ist:

  • Falten als Folge eines Gewebeschwundes (Volumenverlust unterhalb der Haut)
  • eines Elastizitätsverlustes der Haut aufgrund mangelnder Neubildung von Kollagenfasern bzw. Verlust des Wassergehalts der Haut
  • von UV-Schädigung
  • allgemeiner Hautalterung

Falten diesen Ursprungs können durch andere Verfahren wie Laserbehandlung, Chemisches Peeling und Faltenunterspritzung mit Volumen-Fillern wie Hyaluronsäure, Eigenfett und Radiesse® effektiver behandelt werden.

Sollte die Behandlung tiefer Mimikfalten mit Botulinumtoxin A nicht das zu erwartende Ergebnis herbeiführen, besteht nach 10-14 Tagen, wenn die Wirkung des Botulinumtoxin A vollständig eingetreten ist, die Möglichkeit, die Behandlung durch eine der o.g. Methoden zu erweitern, um durch ein kombiniertes Verfahren das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Fälle in denen eine Botulinumtoxin A Behandlung nicht angewendet werden sollte:

  • bei einer Herpes Infektion
  • Vorliegen einer generalisierte Muskelschwäche
  • Antikörperbildung gegen Botulinumtoxin A

Zudem darf Botulinumtoxin A nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Auch ist nicht bekannt, ob Botulinumtoxin A in die Muttermilch übergeht, deshalb ist während der Stillzeit diese Behandlung nicht zu empfehlen und es sollte davon abgesehen werden.

Verhaltensmaßnahmen vor der Behandlung

Um an der Injektionsstelle einen Bluterguss zu vermeiden, sollten vor der Behandlung blutverdünnende Mittel wie Aspirin® oder Marcumar® abgesetzt werden.

Wirkungsdauer des Botulinumtoxin A

Mit dem Wirkungseintritt ist ab dem zweiten Tag nach der Behandlung zu rechnen, nach 10-14 Tagen ist die Wirkung vollständig eingetreten.

In äußerst seltenen Fällen bleibt die Wirkung aus. Dies kann vielfältige Ursachen haben. Die Antikörperbildung gegen den Wirkstoff und somit die Hemmung der Wirkung kann eine Ursache sein.

Bei den meisten Patienten hält die Wirkung nach der Injektion etwa vier Monate an, manchmal aber auch sechs bis neun Monate. Wiederholungsbehandlungen sind bei guter Verträglichkeit unbegrenzt und unbedenklich möglich.

Die individuell angepasste Behandlungsstrategie entwickeln wir in Zusammenarbeit mit dem Patienten.

Kosten

Die Kosten der Behandlung werden nach zeitlichem Aufwand, der Narkoseform und einer evtl. Kombination mit anderen Eingriffen berechnet. Zudem sind die Kosten davon abhängig, ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgt.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen dürfen an dieser Stelle keine Kostenangaben veröffentlicht werden. Verbindliche Kostenaussagen sind aber auch erst nach einer persönlichen Beratung möglich. Gerne beantworten wir erste Fragen via eMail oder telefonisch.

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Vorher-Nachher Bilder

Der deutsche Gesetzgeber hat zum 01.04.2006 die Gesetzeslage geändert. Durch diese Gesetzesänderung fallen plastisch ästhetische Behandlungen unter das Heilmittelwerbegesetz (HWG). Dies bedeutet, dass nach § 11 Nr. 5 b) HWG eine bildliche und vergleichende Darstellung des Körperzustandes oder des Aussehens vor und nach der Anwendung außerhalb der eigenen Praxisräume untersagt ist. Es ist uns jedoch rechtlich möglich, Ihnen im Zuge eines persönlichen Beratungsgesprächs zu Informationszwecken Vorher-Nachher-Bilder zu zeigen.

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Weitere Behandlungen:

Hyaluronsäure

Radiesse

Eigengewebe